Titel: Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten
Autor: Enzo Fileno Carraba
Genre: Comedy
Seitenanzahl: 220 Seiten
Preis: 8,99€
Erscheinungsdatum: 12.Mai 2014
Seit Jahrzehnten bewohnen Giulia und Camilla, zwei Damen von edler Geburt und antiker Schönheit, einen alten und zugegebenermaßen ziemlich heruntergekommenen Palazzo im schönen Florenz. Die beiden haben es sich bequem gemacht zwischen allerlei Antiquitäten und sonstigem Plunder und verlassen das Haus nur noch selten. Warum sollten sie auch, denn Emiliano, der unverschämte Feinkosthändler, versorgt sie mit überteuerten Lebensmitteln, und Piero, ja Piero, versorgt sie seit Jahr und Tag mit ein bisschen Koks, das die Damen nachmittags zum Tee zu nehmen pflegen. Denn ein bisschen Spaß sei im Leben ja wohl noch erlaubt. Als jedoch Piero eines Tages nicht mehr auftaucht, sehen sich die beiden gezwungen, das erste Mal seit langer Zeit wieder einen Fuß vor die Haustür zu setzen. Ein Entschluss mit weitreichenden Konsequenzen …
Ich weiß, fast gar nicht was ich Gutes zu diesen Roman sagen soll, außer das die Idee und das Cover toll sind. Ich habe mich jetzt über Monate hinweg durch dieses Buch gekämpft und man beachte: Es hat nur 220 Seiten!!
Ich hatte mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, denn es hörte sich einfach nach einer lustigen, kurzweiligen Unterhaltung an, aber ich konnte nie mehr als 20 Seiten am Stück lesen, weil ich schon nach 10 Seiten einfach nicht mehr wollte. Es zog sich alles so sehr und manchmal war es so verwirrend, dass ich nicht mal mit der Handlung mitkam. Manche Stellen waren einfach so absurd, dass man nur schmunzeln konnte, das heißt einen gewissen Humor hatte das Ganze, aber leider nicht so in dem Ausmaße wie ich mir das gewünscht hätte.
Auch war der Schreibstil recht seltsam zu lesen. Ich musste manchmal Sätze 2-3 mal lesen um überhaupt zu wissen, was der Autor mir damit sagen will. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass vor allem im Mittelteil, dann kein wirklich roter Faden mehr vorhanden war und die Handlung flog an mir vorbei, ohne dass ich sie richtig ins Geschehen einordnen konnte und irgendwie war dann nicht mehr viel von der eigentlichen Handlung da.
Unsere Protagonisten Giulia und Camilla waren mal so mal so. Manchmal mochte ich ihre spezielle Art und fand das sehr erfrischend, da sie einfach sehr anders sind. Zwar kann man sich nicht wirklich in sie hineinversetzten, aber manchmal war es ganz unterhaltsam mit ihnen zu überlegen, wie man doch die Leichen beseitigte oder ähnliches. Allerdings waren sie für mich bis zum Ende hin nicht wirklich greifbar. Als dann Francesca auftaucht bekommen sie eine etwas menschlichere Note.
Auch das Ende an sich fand ich ziemlich gelungen und diese 5 Seiten waren eigentlich das Beste vom Buch, denn die waren nicht verwirrend, sondern lustig und zeigten erneut wie schön absurd diese Geschichte doch ist.
Genauso ist ebenfalls die Logik in dem Buch. Also manche Sachen waren so voller Logikfehler, da konnte man nur denken: Wie zur Hölle soll das bitte möglich sein?? Natürlich neigen unsere beiden Damen auch mal zu Übertreibungen, aber einige Sachen waren einfach nicht logisch und unmöglich, selbst wenn bei den Erzählungen übertrieben wird.
Nunja, jetzt bin ich zumindest froh, dass ich es bis zum Schluss durchgehalten habe:)
Charaktere: 5/10
Handlung: 3/10
Emotionen: 2/10
Schreibstil: 2/10
Gesamt: 3/10
"Was macht sie denn im Rollstuhl?", wunderte sich Giulia.
"Faul war sie schon immer!"
Teddy<3



